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	<title>Dauernörgler &#187; Kandidat</title>
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	<description>Politik &#38; mehr</description>
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		<title>Warum Wulff wahrhaftig die schlechtere Wahl ist</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 11:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dauernörgler</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_319" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2010/06/wulff.jpg" rel="shadowbox[sbpost-307];player=img;" title="Christian Wulff"><img class="size-thumbnail wp-image-319 " title="Christian Wulff" src="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2010/06/wulff-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Michael Panse (Flickr)</p></div>
<p>Seit Horst Köhlers Rücktritt und seit der Nominierung der neuen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, tingeln sowohl Christian Wulff als auch Joachim Gauck durch die Lande und Fernsehsender, um sich zu präsentieren. Selten war eine Bundespräsidentenwahl im Vorfeld so gespalten und Aufsehen erregend. Eigentlich geziemt es sich nicht, als Bundespräsidentschaftskandidat Wahlkampf zu machen. Aber, was sich gehört und was nicht, scheint in der Ära Merkel niemanden zu interessieren. Allein schon die Nominierung Wulffs als Bundespräsidentschaftskandidat war ein Schlag ins demokratische Gesicht Deutschlands. Wie sehr diese Entscheidung der Kanzlerin von parteitaktischen Gründen getrieben wurde, zeigt die Tatsache, dass der &#8220;Widersacher&#8221; Gauck eigentlich Merkels Lieblingskandidat war. Noch vor kurzem ergoss sie in einer Rede eine wahre Flut des Lobes über Gauck.<sup class='footnote'><a href='#fn-307-1' id='fnref-307-1'>1</a></sup> Da die Regierungschefin und mehr noch die gesamte schwarz-gelbe Koalition aber schwer gebeutelt ist und täglich ums Überleben kämpft, hat sie sich dafür entschieden, einen Politprofi aus den eigenen Reihen zu benennen &#8211; in der Hoffnung, dieser möge sich anders als sein Vorgänger kaum kritisch zu Wort melden.</p>
<p>Wie farblos und nichtssagend Christian Wulff tatsächlich ist, beweist seine jüngste Beschwerde darüber, dass er als Bundespräsidentschaftskandidat in den Medien kaum gehört werde.<sup class='footnote'><a href='#fn-307-2' id='fnref-307-2'>2</a></sup> Da fragt man sich wirklich, auf welchem Planet Herr Wulff bisher gehaust hat. Als Ministerpräsident von Niedersachsen hat er sich nie großartig mit herausragenden Ideen oder übermäßig kritischen Worten hervorgetan. Er gilt als der Landesvater der leisen Töne, der nicht gerne polarisiert. In einem Interview des Sterns sagte Wulff gar, ihm fehle der absolute Wille zur Macht. Er sei kein Alphatier, &#8220;Dafür habe ich mir zu viele Selbstzweifel erhalten.&#8221; so Wulff.<sup class='footnote'><a href='#fn-307-3' id='fnref-307-3'>3</a></sup> Zwar galt und gilt er als parteiinterner Konkurrent zu Merkel, dass er anders als Koch, Rüttgers oder gar Merz diese Ambition aber nie offen ausspielte, spricht nicht gerade dafür, dass er auch in Zukunft der politischen Klasse die Leviten lesen würde. Ein Joachim Gauck lehnte sich einst gegen das SED-Regime auf, riskierte dafür Leib und Leben und kämpfte aktiv für seine politische, demokratische Überzeugung. Warum sollte sich ein solcher Mann also davor scheuen, auch heute im Amt des Bundespräsidenten, die Dinge beim Namen zu nennen? Derartige Kämpfe, eine solche Konsequenz sucht man in  Christian Wulffs Biografie vergebens. <span id="more-307"></span></p>
<p>Der aktuelle Umgang der Medien mit Christian Wulff offenbart sein eigentliches Problem: Er ist keine Respektperson zu der man aufschaut. Er hat keine Vergangenheit, die nahelegt, dass ihn etwas in besonderem Maße geprägt hätte. Sollte dieser Eindruck täuschen, so vermag er es nicht, seine Erfahrungen dem Volke zu vermitteln. Dort wird er nicht umsonst als &#8220;konturlos&#8221; und der &#8220;Lieblings-Schwiergersohn&#8221; bezeichnet,  eben weil von ihm nie Kontroverses zu hören war. Er passte sich stets an. Dabei ist es doch gerade die essentielle Aufgabe des Bundespräsidenten, unangepasst zu sein und den direkten Draht zum Volk nicht nur aufzubauen, sondern vor allem anderen zu pflegen. Das Staatsoberhaupt steht im Sinne der Verfassung über und nicht neben allem. Natürlich gab es immer wieder Bundespräsidenten, die es erst im Laufe ihres Amtes zu Ansehen brachten. Das lag bisher aber ausschließlich daran, dass Leute wie Herzog oder Köhler der Gesellschaft unbekannt waren und sich erst im Amt profilieren mussten. Bei Wulff ist das anders. Man kennt ihn nur zu gut. Er ist ein Mann aus dem Politikalltag und als solcher war er nicht immer unumstritten. So verglich er in einer Talkshow die Managerschelte mit einer &#8220;Progromstimmung&#8221;. Daraufhin wurde er heftig kritisiert und vom Zentralrat der Juden gar zum Rücktritt aufgefordert.<sup class='footnote'><a href='#fn-307-4' id='fnref-307-4'>4</a></sup> All das haben die Menschen nicht vergessen und intuitiv kommt Stimmung auf gegen einen Mann, der sich nie bewegete und der nie etwas bewegte. Insofern passt er als Bundespräsident dann doch ganz gut zum Berliner Politikgeschehen: Es passiert nichts, zumindest nichts, was Hand und Fuß hätte.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-307-1'><a href="http://www.unpolitik.de/2010/06/05/merkel-ueber-gauck/" target="_blank">UnPolitik.de: &#8220;Merkel über Gauck&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-307-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-307-2'><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/wulff-medienschelte" target="_blank">Die Zeit: &#8220;Wulff sieht sich von Medien ignoriert&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-307-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-307-3'><a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/christian-wulff-mir-fehlt-der-unbedingte-machtwille-631242.html" target="_blank">Stern.de: &#8220;Mir fehlt der unbedingte Machtwille&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-307-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-307-4'><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wulff#Pogromvergleich" target="_blank">Wikipedia.de: &#8220;Christian Wulff&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-307-4'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Wer hat Angst vorm bösen Wulff?</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 16:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dauernörgler</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit des Rücktritts von Horst Köhler als Bundespräsident dieser Republik spuken jede Menge schaudriger Gestalten als mögliche Nachfolger durch den Politzirkus. Die erste &#8220;heiße&#8221; Kandidatin war offenbar Ursula von der Leyen.<sup class='footnote'><a href='#fn-245-1' id='fnref-245-1'>1</a></sup> Ob der gellende Aufschrei der Internetgemeinde maßgeblich dafür verantwortlich war oder ob Bundeskanzlerin Merkel dann doch noch merkte, dass die gute Frau in Schloss Bellevue eigene Meinungen (weiter-)entwickeln könnte, das bleibt ein Geheminis. Jedenfalls wandelte sich am Fronleichnamstag das Blatt. Urplötzlich stieg Christian Wulff als der neue Bundespräsidentenkandidat ins Rampenlicht wie Phönix aus der Asche.<sup class='footnote'><a href='#fn-245-2' id='fnref-245-2'>2</a></sup> Der dauerlächelnde Seitenscheitelträger mit der Ausstrahlung des ewigen Lieblingsschwiegersohns ist aus Sicht Merkels keine dumme Wahl: Der Mann hatte noch nie was zu sagen und wird auch in Zukunft allenfalls luftgefüllte Worthülsen steigen lassen. Anders als sein Vorgänger wird sie von ihm kaum ein forderndes oder gar rügendes Wort zu erwarten haben. Dass bei seiner Nominierung nicht sehr viel mehr als parteipolitische Taktik dahinter zu stehen scheint, zeigt schon die Tatsache, dass Merkel gleich zwei Termine mit der Opposition absagte, bei denen ein gemeinsam gestützter Kandidat gefunden werden sollte. Oder ist Wulff einfach nur der perfekte Mann für diesen Job? Zu seinen bisherigen herausragenden Verdiensten zählen immerhin Auszeichnungen wie &#8220;Krawattenmann des Jahres 2006&#8243; und das &#8220;Närrische Steckenpferd&#8221; der Prinzengarde Krefeld.<sup class='footnote'><a href='#fn-245-3' id='fnref-245-3'>3</a></sup> Das klingt nach Zynismus? Nein, das ist in der Tat leider schon alles!</p>
<p>Im Jahr 2008 gab Wulff in einem aufsehenerregenden Stern-Interview noch unumwunden zu, dass er sich das Amt des Bundeskanzlers nicht zutrauen würde.<sup class='footnote'><a href='#fn-245-4' id='fnref-245-4'>4</a></sup> Und nun, rund zwei Jahre später überholt er mal eben rechts außen und macht locker flockig einen auf Bundespräsident&#8230; und wird mit Sicherheit auch gewählt werden. Die schwarz/gelbe Koalition hat auch in der Bundesversammlung eine deutliche Mehrheit. Ein Scheitern Wulffs bei der Wahl zum Präsidenten ist daher nicht nur äußerst unwahrscheinlich, sondern wäre auch eine politische Katastrophe für die CDU. Und so werden wir ab 30. Juni also den Bundespräsidenten Wulff haben, einen wasserstoffgebleichten Weichspüler. Schlimmer hätte es kaum kommen können. Dabei gab es wider der ein oder anderen Meinung wirklich ernstzunehmende Kandidaten. Norbert Lammert, der Bundestagspräsident zählt sicher dazu. Er wäre in gleich mehrfacher Hinsicht eine gute Wahl gewesen: Er ist alltagspolitisch kaum vorbelastet, wirkt trotz seiner CDU-Zugehörigkeit eher überparteilich und ist durchaus symphatisch. Aber wen interessiert schon Volkes Meinung?</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-245-1'><a href="http://www.dauernoergler.de/2010/06/02/umstrittene-idealkandidatin-ursula-von-der-leyen/">Der Dauernörgler: &#8220;Umstrittene Idealkandidatin: Ursula von der Leyen&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-245-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-245-2'><a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/06/03/christian-wulff/soll-koehler-nachfolger-werden.html" target="_blank">Bild.de: &#8220;Wulff soll Köhler-Nachfolger werden&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-245-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-245-3'><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wulff#Sonstiges" target="_blank">Wikipedia: &#8220;Christian Wulff&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-245-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-245-4'><a href="http://www.ratgeberbox.de/ratgeber/artikel/artikel_868953/stern-wulff-traut-sich-amt-des-bundeskanzlers-nicht-zu" target="_blank">Stern: &#8220;Wulff traut sich Amt des Bundeskanzlers nicht zu&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-245-4'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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