<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Dauernörgler &#187; Gesellschaft</title>
	<atom:link href="http://www.dauernoergler.de/kategorien/gesellschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dauernoergler.de</link>
	<description>Politik &#38; mehr</description>
	<lastBuildDate>Sat, 15 Oct 2011 10:39:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Sinnloser Aktionismus gegen das schlechte Gewissen</title>
		<link>http://www.dauernoergler.de/2011/02/17/sinnloser-aktionismus-gegen-das-schlechte-gewissen/</link>
		<comments>http://www.dauernoergler.de/2011/02/17/sinnloser-aktionismus-gegen-das-schlechte-gewissen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 15:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dauernörgler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Pädophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Seite]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dauernoergler.de/?p=591</guid>
		<description><![CDATA[Im weltweiten Datennetz ist es zur Zeit Mode, gegen und für alles mögliche Bündnisse ins Leben zu rufen. Was in Stuttgart oder Kairo zu einer echten Belebung der Demokratie geführt hat, treibt anderso stupide Blüten. So setzt sich die Kinderseite &#8220;Keine.Kinderfotos.im.Social.Web&#8221;1 vordergründig dafür ein, den Pädophilen dieser Welt den Nährboden zu nehmen. Die Idee: Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im weltweiten Datennetz ist es zur Zeit Mode, gegen und für alles mögliche Bündnisse ins Leben zu rufen. Was in Stuttgart oder Kairo zu einer echten Belebung der Demokratie geführt hat, treibt anderso stupide Blüten. So setzt sich die Kinderseite &#8220;Keine.Kinderfotos.im.Social.Web&#8221;<sup class='footnote'><a href='#fn-591-1' id='fnref-591-1'>1</a></sup> vordergründig dafür ein, den Pädophilen dieser Welt den Nährboden zu nehmen. Die Idee: Man sollte einfach keine Kinderfotos mehr in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Dieser tumben Denkweise folgend könnte man auch sagen: Man darf keine Fotos vom letzten Saufgelage mehr online stellen, weil sich ein trockener Alkoholiker davon inspiriert fühlen könnte, wieder zur Flasche zu greifen. Da meint ein unbedeutendes Häufchen Menschen doch tatsächlich, dass man  mit bloßem Aktionismus der Pädophilenszene das Handwerk legen kann. Mit Naivität ist so etwas gar nicht mehr zu erklären!</p>
<p>In Wirklichkeit steckt ein weitverbreitetes Unverständnis für die neuen digitalen Medien dahinter. In Facebook nennen sich oftmals Menschen &#8220;Freunde&#8221;, die sich noch nie leibhaftig gegenüber gestanden haben. Das Bewußtsein mit derartigen, falschen &#8220;Freundschaften&#8221; Fremden einen tiefen Einblick in die eigene Privatsphäre zu gewähren ist kaum bis gar nicht vorhanden. Selbst die zum Glück eingeführten, technischen Möglichkeiten, veröffentlichte Inhalte nur bestimmten Personengruppen zugänglich zu machen, ist sehr vielen Nutzern von sozialen Netzwerken nicht geläufig oder aber völlig egal. Vor diesem Hintergrund wird kurzerhand suggeriert: Wer sich über das Internet privat austauscht ist leichtsinnig, fahrlässig, eine Rabenmutter oder ein schlechter Vater. Tatsächlich handeln all jene grob fahrlässig, die mit vollkommener Blauäugigkeit durch das Internet spuken. Daher sei die Facebookgruppe &#8220;Ich bin kein Lemming, ich benutze mein eigenes Gehirn&#8221; wärmstens empfohlen.<sup class='footnote'><a href='#fn-591-2' id='fnref-591-2'>2</a></sup></p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-591-1'><a href="http://www.facebook.com/Keine.Kinderfotos.im.Social.Web" target="_blank">Facebook-Seite &#8220;Keine.Kinderfotos.Social.Web&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-591-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-591-2'><a href="http://www.facebook.com/home.php#!/group.php?gid=125363610834196" target="_blank">Facebookgruppe: &#8220;Ich bin kein Lemming, ich benutze mein eigenes Gehirn&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-591-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dauernoergler.de/2011/02/17/sinnloser-aktionismus-gegen-das-schlechte-gewissen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Google Street View &#8211; das Schreckgespenst</title>
		<link>http://www.dauernoergler.de/2010/09/24/google-street-view-das-schreckgespenst/</link>
		<comments>http://www.dauernoergler.de/2010/09/24/google-street-view-das-schreckgespenst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 16:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dauernörgler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Google Street View Datenschutz Europa Daten Fotos Bilder Straßen Plätze SWIFT USA Bankdaten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dauernoergler.de/?p=550</guid>
		<description><![CDATA[„Google Maps“ war vorgestern, „Google Earth“ gestern. Der neueste Coup des kalifornischen Internetkonzerns nennt sich „Google Street View“. Durch eine aufwendige Kameratechnik wird es dem Nutzer möglich, virtuell durch die Straßen von Städten zu wandern. Grundlage hierfür sind die Aufnahmen, die schon seit Längerem von merkwürdig anmutenden Fahrzeugen aufgenommen werden. Auch hier handelt es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Google Maps“ war vorgestern, „Google Earth“ gestern. Der neueste Coup des kalifornischen Internetkonzerns nennt sich „Google Street View“. Durch eine aufwendige Kameratechnik wird es dem Nutzer möglich, virtuell durch die Straßen von Städten zu wandern. Grundlage hierfür sind die Aufnahmen, die schon seit Längerem von merkwürdig anmutenden Fahrzeugen aufgenommen werden. Auch hier handelt es sich – wie bei den Vorgängern – um Standbilder, also keine Videoaufnahmen in Echtzeit. Seither mag der Protest von Datenschützern nicht mehr abflauen. In Deutschland haben ganze Gemeinden beim Unternehmensgiganten Google Inc. gegen die Veröffentlichung der Straßenfotos protestiert.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-1' id='fnref-550-1'>1</a></sup> Der öffentliche Druck sorgte schließlich dafür, dass es nun ein Formular gibt, über das man gegen Aufnahmen, welche Persönlichkeitsrechte verletzen sollen, Widerspruch einlegen kann.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-2' id='fnref-550-2'>2</a></sup> In Tschechien wurden indes alle Aufnahmen für den Bilderdienst verboten, bis geprüft wurde, ob ein Verstoß gegen bestehende Gesetze vorliegt.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-3' id='fnref-550-3'>3</a></sup></p>
<p>Dass es sich bei all der Aufregung um kaum mehr handelt, als um bloßen Aktionismus, zeigt die Tatsache, dass bei den ganzen Protesten nicht so recht zum Ausdruck kommen will, wogegen genau sich die Menschen eigentlich wehren wollen. Gegen die Ablichtung ihres Hauses? Das wäre absurd! Wogegen wird hierbei verstoßen? Wer Häuserfronten und Straßenzüge als personenbezogene Daten ansieht, der muss auch Protest gegen Tageszeitungen und Touristen einlegen, die ebenso Fotos hiervon ablichten. Wird also dagegen protestiert, dass auf nicht wenigen Panoramabildern Passanten zu sehen sind? Hier scheiden sich die Geister, ob dagegen überhaupt etwas unternommen werden kann. Wer sich öffentlich bewegt und zusammen mit vielen anderen oder aber sich innerhalb einer größer angelegten Szenerie bewegt, kann nur bedingt sein Recht auf das eigene Bild geltend machen. Es wäre ansonsten unmöglich überhaupt Fotos von Plätzen oder Straßen anzufertigen, denn dort bewegen sich meist immer irgendwelche Menschen. Trotzdem hat Google reagiert und lässt durch eine recht gut funktionierende Automatik alle Gesichter und Autonummernschilder durch Unschärfe unkenntlich machen. Also läuft auch dieser Aufreger ins Leere.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-4' id='fnref-550-4'>4</a></sup> <span id="more-550"></span></p>
<p>Gänzlich unbeachtet bleiben indes Konkurrenten von Googles „Street View“. Wo der Gigant aufgrund seiner hysterisch eingeführten Widerspruchsmöglichkeiten inzwischen ins Trudeln gekommen ist, lehnen sich andere Unternehmen entspannt zurück. Bei „Sightwalk“ kann man schon heute unbehelligt durch virtuelle deutsche Innenstädte flanieren<sup class='footnote'><a href='#fn-550-5' id='fnref-550-5'>5</a></sup> und der Handyriese Nokia ist dabei, in seiner Navteq-Sparte ebenfalls einen Konkurrenten zum umstrittenen Googleangebot zu entwickeln.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-6' id='fnref-550-6'>6</a></sup></p>
<p>Wie ungleich verschoben die Proteste sind, zeigt aber ein ganz anderer Vergleich. Im Juli dieses Jahres verabschiedete das Europäische Parlament das sogenannte SWIFT-Abkommen.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-7' id='fnref-550-7'>7</a></sup> Dieses regelt die Weitergabe von Zahlungsverkehrsdaten an US-amerikanische Behörden zur Bekämpfung der Terrorfinanzierung. Die Parlamentarier in Brüssel stritten sich heftig, sodass das Abkommen zunächst mehrheitlich abgelehnt wurde.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-8' id='fnref-550-8'>8</a></sup> Letztlich trat es aber doch in Kraft.<sup class='footnote'><a href='#fn-550-9' id='fnref-550-9'>9</a></sup> Bemerkenswert im Kontext zur „Street View“-Aufregung ist die Tatsache, dass die deutsche Bevölkerung von einem SWIFT-Abkommen bis zum heutigen Tage (wenn überhaupt) nur peripher Kenntnis genommen hat. Dabei geht es hier um weit mehr, als nur um die Ablichtung von Straßenzügen, die sowieso jeder, der mit offenen Augen durch’s Leben geht, sehen kann. Bis zu fünf Jahre lang werden Namen und Adresse von Absendern und Empfängern internationaler Überweisungen gespeichert. Eine Information an die Betroffenen findet nicht statt, auch dann nicht, wenn die Daten von den US-Behörden eingesehen werden. Ein solcher Zugriff ist durch das Abkommen jederzeit möglich. Die Krönung der Dubiosität sind die Regelungen zur Datenweitergabe an Dritte. Hierzu gibt es höchst widersprüchliche Aussagen, die alles andere als transparent sind.</p>
<p>Wo immer Daten in großen Mengen erfasst, gespeichert und abrufbar gemacht werden, ist es richtig und geboten, den Datenschutz in besonderem Maße im Auge zu behalten. Aufgrund der Masse an Informationen ist schon nur ein versehentlicher Verstoß fatal. Das heißt nun aber nicht, dass man in blindem Aktionismus den gesunden Menschenverstand vollends über Bord werfen sollte. Sind die erhobenen Daten ohnehin der Öffentlichkeit zugänglich – im Falle von „Street View“ also öffentliche Plätze, Straßen und von jedermann zu sehende Passanten – macht es keinen Sinn unnötige Ängste aufzubauen. Das gilt erst recht, wenn die Datensammler besondere Sorgfalt walten lassen und die abgelichteten Menschen und in Verbindung bringende Dinge, wie Nummernschilder nahezu ausnahmslos unkenntlich machen. Ansonsten betreibt man nichts anderes, als eine hysterische Hexenjagd ohne jeglichen sachlichen Hintergrund.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-550-1'><a href="http://www.presseportal.de/pm/71393/1685101/donaukurier" target="_blank">Donaukurier: &#8220;Google akzeptiert Einspruch von Gemeinden nicht&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-2'><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,8100895,00.html" target="_blank">heute.de: &#8220;Street View: Wie man online widersprechen kann&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-3'><a href="http://www.chip.de/news/Street-View-Vorlaeufiges-Verbot-in-Tschechien_44835104.html" target="_blank">CHIP.de: &#8220;Street View: Vorläufiges Verbot in Tschechien&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-4'><a href="http://www.heise.de/ix/artikel/Hysterie-um-Street-View-1080883.html" target="_blank">Heise: &#8220;Hysterie um &#8216;Street View&#8217;&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-5'><a href="http://www.netzwelt.de/news/79764-virtueller-stadtrundgang-sightwalk-macht-street-view-konkurrenz.html" target="_blank">Netzwelt.de: &#8220;Virtueller Stadtrundgang: &#8220;Sightwalk&#8221; macht Street View Konkurrenz&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-5'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-6'><a href="http://www.zdnet.de/news/digitale_wirtschaft_internet_ebusiness_nokias_navteq_entwickelt_street_view_konkurrenten_story-39002364-41537909-1.htm" target="_blank">ZDNet: &#8220;Nokias Navteq entwickelt Street-View-Konkurrenten&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-6'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-7'><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT-Abkommen" target="_blank">Wikipedia: &#8220;SWIFT-Abkommen&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-7'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-8'><a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:bankdaten-berechtigte-zweifel-am-swift-abkommen/50094388.html" target="_blank">Financial Times Deutschland: &#8220;Berechtigte Zweifel am Swift-Abkommen&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-8'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-550-9'><a href="http://www.focus.de/finanzen/news/datenschutz-eu-unterzeichnet-swift-abkommen_aid_524495.html" target="_blank">FOCUS: &#8220;EU unterzeichnet Swift-Abkommen&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-550-9'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dauernoergler.de/2010/09/24/google-street-view-das-schreckgespenst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Körperverletzende Raucher</title>
		<link>http://www.dauernoergler.de/2010/07/05/koerperverletzende-raucher/</link>
		<comments>http://www.dauernoergler.de/2010/07/05/koerperverletzende-raucher/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dauernörgler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerentscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtraucher]]></category>
		<category><![CDATA[Passivrauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Qualm]]></category>
		<category><![CDATA[Rauch]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Volksabstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Zigaretten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dauernoergler.de/?p=279</guid>
		<description><![CDATA[Der Schutz von Nichtrauchern vor dem quälenden Tabakqualm anderer scheint ein allgemeiner Trend geworden zu sein. Flächendeckende Rauchverbote sind daher in aller Munde und werden nach wie vor heiß diskutiert. Zuletzt entschieden sich die Bayern per Bürgerentscheid für ein strenges Rauchverbot in Gaststätten. Natürlich versuchen sich die Raucher trotzdem immer wieder aus der Schusslinie zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_283" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2010/06/rauchen.jpg" rel="shadowbox[sbpost-279];player=img;" title="Rauchen kann tödlich sein"><img class="size-thumbnail wp-image-283    " title="Rauchen kann tödlich sein" src="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2010/06/rauchen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Ernst Rose (Pixelio)</p></div>
<p>Der Schutz von Nichtrauchern vor dem quälenden Tabakqualm anderer scheint ein allgemeiner Trend geworden zu sein. Flächendeckende Rauchverbote sind daher in aller Munde und werden nach wie vor heiß diskutiert. Zuletzt entschieden sich die Bayern per Bürgerentscheid für ein strenges Rauchverbot in Gaststätten. Natürlich versuchen sich die Raucher trotzdem immer wieder aus der Schusslinie zu manövrieren und behaupten, Tabakkonsum sei die Sache eines jeden Einzelnen. Es wird meist angeführt, dass beispielsweise der Konsum von Alkohol genauso gesundheitsgefährdend sei, dies aber allerorts toleriert werde. Schon von jeher unterliegt die Argumentation der Raucher einem großen Missverständnis: Während der überwiegende Großteil ungesunder Genussmittel nur den Konsumenten selbst betrifft, betrifft der Qualm von Zigarettenrauchern auch die Mitmenschen. Während ein Alkoholiker unmittelbar nur sich selbst schädigt, schädigt ein Nikotiniker sich und unmittelbar auch andere.</p>
<p>Tabakrauch ist ein Gemisch von mehreren Tausend, zum Teil hochgradigen Giften. Arsen, Cadmium, Dioxin, Formaldehyd, Kohlenmonoxid, Nickel, Radon, Wasserstoffzyanid…<sup class='footnote'><a href='#fn-279-1' id='fnref-279-1'>1</a></sup> um nur einige zu nennen. Auf einem Fachkongress im südfranzösischen Nizza erklärten Lungenfachärzte bereits 1998, dass Zigarettenrauch 10.000mal gefährlicher für die Atemwege sei, als die Belastung durch die Schadstoffe der Umwelt.<sup class='footnote'><a href='#fn-279-2' id='fnref-279-2'>2</a></sup> Italienische Forscher haben gar herausgefunden, dass Zigarettenqualm sogar zehn mal giftiger ist als hochgradig krebserregende Dieselabgase.<sup class='footnote'><a href='#fn-279-3' id='fnref-279-3'>3</a></sup> Diese Erkenntnis führt schließlich auch das stärkste Argument der Raucher ad absurdum, man müsse, wenn man das Rauchen verbiete, auch das Autofahren verbieten. Der Vergleich hinkt allein schon deshalb, weil man Tabakrauch für gewöhnlich mehr (als Raucher) oder weniger (als Passivraucher) direkt in die Lunge inhaliert. Bei Autoabgasen ist dies in nur sehr stark durch die Umluft verdünnter Form der Fall. <span id="more-279"></span>Dass es mit dem Nichtraucherschutz in der Praxis meist nicht so weit her ist, wie es in manch einer flammenden Aktion zu sein scheint, zeigt ein paradoxes Beispiel. Wer über einem Raucher in einer Mietwohnung wohnt und von unten über den Balkon oder offene Fenster ständig zugequalmt wird, hat zivilrechtlich wenig Chancen dem Stinker das Handwerk zu legen. Etliche Gerichte haben bestätigt, dass durch Tabakrauch keine Mietminderung gerechtfertigt wird. Begründet wird das &#8211; man halte sich fest &#8211; durch das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Der nervige Nichtraucher, der selbst im Hochsommer ständig die Fenster geschlossen halten muss, nur um nicht zugeraucht zu werden, kann sich ja hinter verschlossenen Scheiben entfalten wie er will. Zum Glück gibt es auch andere Urteile, die aber (noch) in der Minderheit sind. Strafrechtlich hingegen tun sich weitergehende Möglichkeiten auf. Dass Zigarettenrauch die Gesundheit schädigt, haben schon gleich mehrere Gerichte eindeutig bestätigt und folgen damit der unumstrittenen Gesamtmeinung aller untersuchenden Medizinforscher: So konstatierte die Weltgesundheitsorganisation bereits 1987: &#8220;Passivrauchen &#8211; ein unbestreitbares Gesundheitsrisiko&#8221;.<sup class='footnote'><a href='#fn-279-4' id='fnref-279-4'>4</a></sup> Der Surgeon General&#8217;s Report kommt ein Jahr zuvor sogar zu dem Schluss: &#8220;Raucher müssen immer damit rechnen, dass sie anderen Schmerzen zufügen.&#8221;<sup class='footnote'><a href='#fn-279-5' id='fnref-279-5'>5</a></sup> Das Deutsche Ärzteblatt stellte 1995 fest, dass von Passivrauchen eine klare Gesundheitsgefährdung ausgeht. Es verursache Atemwegserkrankungen, Krebs und Herzinfarkt.<sup class='footnote'><a href='#fn-279-6' id='fnref-279-6'>6</a></sup> Aber auch schon sehr viel früher zeichnete sich ab, wie gefährlich das ungwollte Einatmen von Tabakrauch ist. Im Jahre 1968 zeigte eine groß angelegte Studie, dass Passivrauchen in direkter Verbindung mit einer ganzen Reihe von Symptomen steht. Augenreizungen bekamen satte 73,3 Prozent aller getesteten Allergiker und immerhin 69,2 Prozent aller Nichtallergiker. Nasalreizungen rangieren dahinter mit 67,1 Prozent bzw. 29,2 Prozent. Die Liste ist sehr lang!<sup class='footnote'><a href='#fn-279-7' id='fnref-279-7'>7</a></sup> Insofern begeht jeder Raucher, der andere bewußt oder unbewußt, gewollt oder ungewollt zum  Passivrauchen zwingt, fahrlässige Körperverletzung.</p>
<p>Angesichts dieser Erkenntnisse bleiben wenig  bis gar keine Argumente für das Rauchen in Gegenwart anderer. Leider zeigt das teilweise Alter der Studien aber auch, wie wenig sich in der Zwischenzeit bewegt hat. Natürlich sind die Profiteure des Zigarettenverkaufs wenig von den genannten Fakten und erst recht von Nichtraucherkampagnen überzeugt. Vor allem aber die Raucher selbst tun alles dafür, um ihre Sucht zu rechtfertigen. Die Ausrede, der eingeatmete Qualm sei Genuss, schreit zum Himmel. Feuer und Rauch sind seit Urzeiten abschreckend. Niemand käme auf die Idee, freiwillig in einen vollgerußten Raum zu sitzen und dies auch noch mit Genuss zu rechtfertigen. Nein, es geht um nicht mehr und nicht weniger, als um das Verlangen des Körpers nach Nikotin! Wer Alkohol missbraucht ist ein Alkoholiker, wer raucht ist Nikotiniker! Diese Sichtweise erzeugt nach wie vor gellende Aufschreie in den Reihen der Raucher, aber es ändert nichts an deren Wahrheitsgehalt. Die unzähligen Ratgeber, wie man am schnellsten und dauerhaftesten mit dem Rauchen aufhört, sprechen buchstäblich Bände.<sup class='footnote'><a href='#fn-279-8' id='fnref-279-8'>8</a></sup></p>
<p>Es ist an der Zeit deutlich und massiv gegenzusteuern und klarzumachen, dass Toleranz ein Zeichen von Schwäche ist, das letztlich dazu führt, dass man zulässt von anderen in der Gesundheit geschädigt zu werden. Der bayrische Bürgerentscheid mit seiner kompromisslosen Geradlinigkeit geht da vollkommen in die richtige Richtung.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-279-1'><a href="http://www.amazon.de/Gifte-Alltag-umfassende-%C3%BCberarbeiteter-Neuauflage/dp/3406420958" target="_blank">Max Daunderer: &#8220;Gifte im Alltag&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-279-2'>Süddeutsche Zeitung vom 23. und 26.01.1998 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-279-3'><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,315721,00.html" target="_blank">SPIEGEL Online: &#8220;Zigaretten schädlicher als Diesel&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-279-4'>Aus: &#8220;Der Kassenarzt&#8221;, Heft 35 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-279-5'>Aus: &#8220;Der Kassenarzt&#8221;, Heft 35 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-5'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-279-6'>Deutsches Ärzteblatt 92, Heft 41, 13.10.1995: &#8220;Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen&#8221; von Prof. Dr. med. F. J. Wiebel <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-6'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-279-7'>Aus Procházka: &#8220;Nichtraucher rauchen mit&#8221;, Seite 5 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-7'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-279-8'><a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;field-keywords=rauchen&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">Angebot an Ratgebern zum Thema &#8220;Rauchen&#8221; bei Amazon.de</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-279-8'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dauernoergler.de/2010/07/05/koerperverletzende-raucher/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Massenimpfung ohne Masse</title>
		<link>http://www.dauernoergler.de/2009/10/27/massenimpfung-ohne-masse/</link>
		<comments>http://www.dauernoergler.de/2009/10/27/massenimpfung-ohne-masse/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 10:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dauernörgler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Adjuvans]]></category>
		<category><![CDATA[Adjuvantien]]></category>
		<category><![CDATA[Experten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Impfung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Grippe]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>
		<category><![CDATA[Stiko]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dauernoergler.de/?p=79</guid>
		<description><![CDATA[Seit gestern wird nun also gegen die &#8220;Neue Grippe&#8221;, besser bekannt als &#8220;Schweinegrippe&#8221;, geimpft. Der Andrang hält sich aber ganz offensichtlich in Grenzen. In Neubrandenburg äußerte sich die Leiterin des Gesundheitsamtes, Ramona Berthold, enttäuscht und auch in Mecklenburg-Vorpommern scheint die Akzeptanz seitens der Bevölkerung eher dürftig zu sein.1 Laut einer Umfrage von &#8220;Bild.de&#8221; wollen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_98" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2009/10/injektion.jpg" rel="shadowbox[sbpost-79];player=img;" title="Injektion"><img class="size-thumbnail wp-image-98 " title="Injektion" src="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2009/10/injektion-150x150.jpg" alt="© Digitalpress - Fotolia.com" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Digitalpress (Fotolia.com)</p></div>
<p>Seit gestern wird nun also gegen die &#8220;Neue Grippe&#8221;, besser bekannt als &#8220;Schweinegrippe&#8221;, geimpft. Der Andrang hält sich aber ganz offensichtlich in Grenzen. In Neubrandenburg äußerte sich die Leiterin des Gesundheitsamtes, Ramona Berthold, enttäuscht und auch in Mecklenburg-Vorpommern scheint die Akzeptanz seitens der Bevölkerung eher dürftig zu sein.<sup class='footnote'><a href='#fn-79-1' id='fnref-79-1'>1</a></sup> Laut einer Umfrage von &#8220;Bild.de&#8221; wollen sich nur rund 10 % impfen lassen.<sup class='footnote'><a href='#fn-79-2' id='fnref-79-2'>2</a></sup> Während immer mehr &#8220;Impfexperten&#8221; eindringlich warnen und Zahlen wie 35.000 Schweinegrippetote in den Ring werfen, scheint die Verunsicherung in der Bevölkerung weiter zu steigen. Sind die Deutschen so dumm oder gar beratungsresistent? Es liegt vielmehr die Vermutung nahe, dass die Menschen &#8211; wenn es um ihre Gesundheit und ihren Körper geht &#8211; den Verstand bemühen. Im Vorfeld wurde von verschiedenen Stellen immerhin alles getan, um die Entscheidung zu vereinfachen. Einerseits war beispielsweise die Rede davon, dass Schwangere besonders gefährdet seien, andererseits spricht sich die &#8220;Ständige Impfkommission&#8221; (Stiko) gegen die Impfung von Schwangeren aus.<sup class='footnote'><a href='#fn-79-3' id='fnref-79-3'>3</a></sup> Während &#8220;Impfexperten&#8221; zum Pieks in den Arm raten, lehnen immer mehr Allgemeinmediziner diesen ab. Wasser auf die Mühlen der Kritiker waren zudem Meldungen, dass sowohl die Bundeswehr als auch die Bundesregierung einen ganz anderen Impfstoff als das &#8220;gemeine Volk&#8221; erhält.<span id="more-79"></span></p>
<p>Grund für die auseinanderklaffenden Meinungen sind die sogenannten &#8220;Adjuvantien&#8221;. Es handelt sich dabei um Zusatzstoffe, die das Immunsystem stimulieren sollen. Ziel dieser Beimischung ist es, aus weniger Grundimpfstoff mehr Einzeldosen zu gewinnen. Leider lässt sich nicht steuern, dass die Adjuvantien ausschließlich den gewünschten Effekt verstärken. So kommt es deutlich häufiger zu Nebenwirkungen. Außerdem stehen die Verstärker im Verdacht Allergien oder gar andere Krankheiten auslösen zu können. Das alles bewegt sich freilich im Bereich der Vermutungen, eben weil man keine ausreichenden Erfahrungen damit hat. Umso mehr drängt sich der Verdacht auf, dass die Pharmaindustrie die Schweinegrippe ausnutzt, um einen auch noch gut bezahlten Feldversuch an der deutschen Bevölkerung durchzuführen. Die Zahlen untermauern diese Annahme bisher deutlich: Von 82 Millionen Deutschen sind bis Anfang Oktober rund 22.000 an der Schweinegrippe erkrankt.<sup class='footnote'><a href='#fn-79-4' id='fnref-79-4'>4</a></sup> Das entspricht gerade mal 0,03 % der deutschen Gesamtbevölkerung. Die Chance durch die Impfung leichte bis schwere Nebenwirkungen zu bekommen liegt hingegen bei etwa 1 % aller Probanden.<sup class='footnote'><a href='#fn-79-5' id='fnref-79-5'>5</a></sup> Wie sich die Impfung mittel- und langfristig auf den jeweiligen Organismus auswirkt, ist bis dato noch gar nicht abzusehen. Immerhin enthält das Serum weitere umstrittene Soffe, wie beispielsweise das quecksilberhaltige Konservierungsmittel Thiomersal. Außerdem ist als Adjuvans das umstrittene Squalen enthalten. Zwar kommt dieser Stoff auch im menschlichen Organismus vor. Durch Injektion von Squalen in den Körper ist es jedoch möglich, dass es zu einer autoimmunologischen Reaktion kommt und das Immunsystem körpereigenes Squalen als &#8220;fremd&#8221; erkennt und zerstört. Es wird vermutet, dass das Golfkriegssyndrom durch einen Anthrax-Impfstoff hervorgerufen wurde, welcher Squalen enthielt. Selbst wenn die Zahl der Infizierten in den nächsten Wochen sprunghaft ansteigt, hält sich die Gefahr in Grenzen. Die bisherigen Verläufe der Schweinegrippe sind zumindest derart harmlos, dass sie die Impfung mit einem nur wenig erforschten Serum kaum rechtfertigen. Man könnte auch sagen: Eine Infektion mit dem Schweinegrippeerreger ist die verträglichere Immunisierung.</p>
<div id="attachment_85" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2009/10/impfung.jpg" rel="shadowbox[sbpost-79];player=img;" title="Impfung"><img class="size-thumbnail wp-image-85 " title="Impfung" src="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2009/10/impfung-150x150.jpg" alt="© seedo / PIXELIO" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© seedo / Pixelio</p></div>
<p>Sind also all die &#8220;Experten&#8221;, die eine Impfung befürworten, einem großen Irrtum oder gar Schwindel aufgelaufen? Sind all die ablehnenden Hausärzte an der Front nur einfach umsichtiger als die eigentlichen Fachleute? Die bereits oben erwähnte Stiko der Bundesrepublik Deutschland trifft sich zweimal jährlich, um sich mit den gesundheitspolitisch wichtigen Fragen zu Schutzimpfungen und Infektionskrankheiten in Forschung und Praxis zu beschäftigen und entsprechende Richtlinien herauszugeben. Die Empfehlungen dieser Kommission dienen den Bundesländern als Vorlage für ihre öffentlichen Impfempfehlungen. Somit zeichnet sich dieses 16-köpfige Gremium auch dafür verantwortlich, dass eine allgemeine Impfempfehlung gegen die Schweinegrippe ausgesprochen wurde und die Bundesländer somit in großem Stil und für sehr viel Geld das Vakzin &#8220;Pandemrix&#8221; des Pharmaherstellers GlaxoSmithKline geordert haben.<sup class='footnote'><a href='#fn-79-6' id='fnref-79-6'>6</a></sup> Ein Blick auf die Besetzungsliste dieser Stiko ist zur Beantwortung aller noch offenen Fragen sehr aufschlussreich: Der stellvertretende Vorsitzende der Kommission, Professor Heininger von der Universität Basel, ist wissenschaftlicher Berater der Firma GlaxoSmithKline. Zudem gehört er außerdem dem Beirat der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie an, welche ebenfalls von GlaxoSmithKline mitfinanziert wird. Professor Zepp von der Universität Mainz kooperiert nach eigenen Angaben ebenfalls mit der Firma GlaxoSmithKline. Unter anderem hat er maßgeblich an der Webseite des Konzerns mitgearbeitet. Professor Kries aus München und Professor Wahle aus Münster gehören dem wissenschaftlichen Beirat der &#8220;Arbeitsgemeinschaft Masern und Varizellen&#8221; an, die &#8211; man ahnt&#8217;s bereits &#8211; unter anderem von der Firma GlaxoSmithKline unterstützt wird.<sup class='footnote'><a href='#fn-79-7' id='fnref-79-7'>7</a></sup> Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-79-1'><a href="http://www.bild.de/BILD/news/2009/10/26/schweinegrippe-impfstart/massenimpfung-beginnt-schleppend.html" target="_blank">Bild.de: &#8220;Massenimpfung verläuft schleppend&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-79-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-79-2'><a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2009/10/21/schweinegrippe-impfung/nur-wenige-wollen-sich-gegen-h1n1-virus-impfen-lassen.html" target="_blank">Bild.de: &#8220;Nur zehn Prozent wollen die Schweinegrippe-Impfung&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-79-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-79-3'><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,640884,00.html" target="_blank">Spiegel Online: &#8220;Experten fürchten Impfrisiko für Schwangere&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-79-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-79-4'><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009#Gemeldete_F.C3.A4lle_in_Deutschland" target="_blank">Wikipedia: &#8220;Gemeldete Fälle in Deutschland&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-79-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-79-5'><a href="http://www.impfschaden.info/impfungen/pandemrix-impfstoff.html" target="_blank">Impfschaden.info: &#8220;Pandemrix Impfstoff&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-79-5'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-79-6'><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4ndige_Impfkommission" target="_blank">Wikipedia: &#8220;Ständige Impfkommission&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-79-6'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-79-7'><a href="http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=20&amp;Itemid=39" target="_blank">Individuelle-Impfentscheidung.de: &#8220;Die Ständige Impfkomission (STIKO)&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-79-7'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dauernoergler.de/2009/10/27/massenimpfung-ohne-masse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kitas und Tagesmütter: Kinderabschieben als Trend</title>
		<link>http://www.dauernoergler.de/2009/10/25/kitas-und-tagesmuetter-kinderabschieben-als-trend/</link>
		<comments>http://www.dauernoergler.de/2009/10/25/kitas-und-tagesmuetter-kinderabschieben-als-trend/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 19:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dauernörgler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Kindertagesstätten]]></category>
		<category><![CDATA[KiTa]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesmütter]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dauernoergler.de/?p=62</guid>
		<description><![CDATA[Es gilt nicht als opportun über angeblich &#8220;moderne Familienmodelle&#8221; zu wettern. Aber auch wenn der Widerstand noch so groß ist, der Trend wird deshalb nicht richtiger. Im großen Stil werden Kinder heutzutage schon im frühen Säuglingsalter der familiären Umgebung planmäßig und wiederkehrend entrissen und der gut bezahlten Tagesmutter in den Arm gedrückt oder bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_104" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2009/10/eltern.jpg" rel="shadowbox[sbpost-62];player=img;" title="Kinderhand"><img class="size-thumbnail wp-image-104 " title="Kinderhand" src="http://www.dauernoergler.de/wp-content/uploads/2009/10/eltern-150x150.jpg" alt="© Nik Frey - Fotolia.com" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Nik Frey (Fotolia.com)</p></div>
<p>Es gilt nicht als opportun über angeblich &#8220;moderne Familienmodelle&#8221; zu wettern. Aber auch wenn der Widerstand noch so groß ist, der Trend wird deshalb nicht richtiger. Im großen Stil werden Kinder heutzutage schon im frühen Säuglingsalter der familiären Umgebung planmäßig und wiederkehrend entrissen und der gut bezahlten Tagesmutter in den Arm gedrückt oder bei der Kindertagesstätte abgeladen. Somit wird es den jungen Müttern oder Vätern überhaupt erst möglich wieder einem &#8220;geregelten Leben&#8221; nachzugehen. Das klassische Heimchen am Herd, das drei Jahre Erziehungsurlaub nimmt und sich in dieser Zeit um Kinder und Haushalt kümmert, wird belächelt oder gar als rückständig abgestempelt. Natürlich spricht man das im Allgemeinen sehr ungern aus, weil man ja tolerant und allen &#8220;Gesellschaftskonzepten&#8221; gegenüber offen erscheinen möchte.</p>
<p>Wie verlogen die Diskussion geführt wird, zeigen unzählige Wortgefechte<sup class='footnote'><a href='#fn-62-1' id='fnref-62-1'>1</a></sup> zwischen Vertretern der einen und der anderen Partei. Die Argumente der &#8220;Abschieber&#8221; basieren dabei im Wesentlichen auf nur einer Aussage: &#8220;Es schadet den Kindern nicht, sondern es nützt ihnen!&#8221; Das ist nicht nur eine sehr einseitige Beleuchtung der Tatsachen, sondern es verschleiert auch die eigentlichen Probleme, die mit den neumodischen Familienkonzepten zwangsläufig einhergehen.<span id="more-62"></span></p>
<p>Zunächst einmal muss man feststellen, dass der &#8220;Abschiebetrend&#8221; noch sehr jung ist, sodass es für den Einzelnen noch gar nicht abzusehen ist, ob und wenn ja welche Auswirkungen er auf die heranwachsenden Kinder hat. Die Behauptung, dass Kitas und Tagesmütter &#8220;nützlich für die sozialen Kontakte&#8221; sind, ist demnach bloße Wahrsagerei mit einer Tendenz zur Unwahrheit. Erziehungswissenschaftler sprechen von der &#8220;primären Bindung&#8221;, die die Entwicklung von Kleinkindern in den ersten drei Jahren bestimmt. Die Bochumer Medizinerin und Verhaltenstherapeutin Dr. Dorothea Böhm erklärt diese so: &#8220;Selbst die netteste Kindertagestätte-Erzieherin hat zu ihren Schützlingen keine der Eltern-Kind-Beziehung vergleichbare Bindung, denn sie ist für mindestens fünf bis sieben Kinder zuständig. Konstante feinfühlige Begleitung für ein Kind, im Säuglings- und Kleinkindalter für eine gesunde psychoemotionale Entwicklung wichtig, ist unter Krippenbedingungen erschwert.&#8221; Menschen seien geborene Einlinge. Dies sei entwicklungsbedingt gewollt. Die primäre Bindung sei also kein Luxus, den aufzugeben man sich gefahrlos leisten kann.<sup class='footnote'><a href='#fn-62-2' id='fnref-62-2'>2</a></sup> Studien der NICHD aus dem Jahre 2007 geben Böhm recht. Kinder, die länger als zwei Jahre regelmäßig Kindertagesstätten besuchten, zeigten mehr Verhaltensprobleme im Kindergarten als andere.<sup class='footnote'><a href='#fn-62-3' id='fnref-62-3'>3</a></sup> Vor diesem Hintergrund stehen unwillkürlich ganz neue Fragen im Raum. Ob beispielsweise neue, bisher nicht ausreichend erklärbare Phänomene unter Kindern, wie zum Beispiel die in aller Munde befindliche Hyperaktivitätsstörung, in direktem Zusammenhang mit diesen neuen Trends stehen.</p>
<p><!--more-->Der Bonner Mediziner Michael Winterhoff bohrt weiter in der Wunde moderner Eltern und erklärt in seinem gleichnamigen Bestseller: &#8220;Warum unsere Kinder Tyrannen werden&#8221;.<sup class='footnote'><a href='#fn-62-4' id='fnref-62-4'>4</a></sup> In neun Kapiteln zertrampelt Winterhoff alle Ideen von antiautoritärer Erziehung. Wer seinen Kindern auf Augenhöhe begegnet, macht sie zu kleinen Erwachsenen und überfordert sie damit in jeder Hinsicht. Die Folge ist der Verlust von Kindheit. Viel zu früh lernen die jungen Menschen, dass sie auf sich selbst gestellt sind. Wichtige Leitlinien werden von den Eltern nicht geliefert, weil diese eben nicht bestimmend und hierarchisch agieren möchten. Das Paradoxon ist perfekt: Den Kindern fehlen jegliche Werte, während die Eltern mit immer weniger Maßregelung der kindlichen Verunsicherung entgegenwirken möchten. Mütter und Väter, die ihre Kinder in Krippen abschieben, feuern diesen Teufelskreis weiter an, indem sie den Kindern die elterliche Präsenz und somit eine konstante, einheitliche Wertevermittlung entziehen.</p>
<p>Leider passen Kinder offenbar immer weniger in die Lebensplanung junger Paare. Die meisten geschlechtsreifen Menschen scheinen den Platz, den der Nachwuchs einnehmen könnte, anders verplant zu haben. Studium, Urlaub, finanziell größere Spielräume … Die Liste ist schier unendlich. Das unberechenbare Abenteuer &#8220;Kind&#8221; passt nicht in dieses facettenreiche Leben. Ganz nüchtern betrachtet schlägt sich diese Haltung als ominöser &#8220;demografischer Wandel&#8221; nieder, der nichts anderes aussagt, als dass immer weniger Kinder zur Welt kommen und die Älteren somit immer mehr in der Überzahl sind. Unterstützt wird dieser Trend von fortschrittlicher Medizin, die dafür sorgt, dass mit 70 noch lange nicht Schluss sein muss. Warum sollte dieser kollektive Egoismus nicht auch bei all jenen Einzug halten, die sich trotzdem für das Kinderkriegen entschieden haben? Um Freiräume zu schaffen, werden die Kleinen so oft als möglich abgeschoben. Kinderkrippen und Tagesmütter bieten zwar erste Gelegenheiten dazu, aber &#8211; da sind sich alle einig &#8211; das Angebot muss noch deutlich ausgebaut werden. Getreu dem Motto: Lasst uns neue Entzugskliniken bauen, damit wir auch weiterhin guten Gewissens kettenrauchen können!</p>
<p>Dass Frauen Kinder gebären (müssen), ist keine Erfindung von proletenhaften Männern, sondern dürfte ein Gott gegebenes Faktum sein, dem auch Frau Schwarzer zähneknirschend zustimmen wird. Das eigentliche Problem wurzelt daher in den Emanzipationsbewegungen Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Infragestellen der klassischen Rollenverteilung von Mann und Frau und dem Sturz des Patriarchats würfelte die bisher klar gesteckten Aufgaben innerhalb einer Familie ordentlich durcheinander. Infolge dessen waren neue Modelle gefragt, die den aufstrebenden Frauen dieselben Möglichkeiten bieten sollten, wie sie einst den Männern vorbehalten blieben. Der Systemanalytiker Peter Mersch sieht darin die Keimzelle eines großen Missverständnisses. Die viel verlangte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Ding der Unmöglichkeit! Solche Gesellschaften würden das Prinzip der Generationengerechtigkeit verletzen. In der Folge dürften sie sukzessive alle ihre Kompetenzen verlieren und schließlich verarmen. Empirische Daten scheinen zu belegen, dass dieser Prozess in den entwickelten Ländern längst begonnen hat. Herkömmliche familienpolitische Maßnahmen &#8211; zum Beispiel die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf &#8211; werden dagegen nichts ausrichten können.<sup class='footnote'><a href='#fn-62-5' id='fnref-62-5'>5</a></sup> Wirklich neue Konzepte sind gefragt. Es ist nicht so, dass es die nicht gibt! Mersch beschreibt in seinem Buch &#8220;Familienmanagerin&#8221; gleich mehrere, sehr breit gefächerte Lösungen.<sup class='footnote'><a href='#fn-62-6' id='fnref-62-6'>6</a></sup> Das, was wir bisher aufgetischt bekamen, ist nichts anderes als eine Mogelpackung und letztlich eine Alibiveranstaltung für ultraliberale, egoistische Eltern.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-62-1'>Beispiel: <a href="http://www.vollmer-blog.de/2009/10/19/tagesmuetter-und-kitas/" target="_blank">&#8220;Vollmer-Blog&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-62-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-62-2'><a href="http://www.faz.net/PRINT/Politik/Primaere-Bindung" target="_blank">FAZ: &#8220;Primäre Bindung&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-62-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-62-3'><a href="http://web.archive.org/web/20070330204656/http://www.msnbc.msn.com/id/17805282/site/newsweek/" target="_blank">Newsweek: &#8220;A Downside to Day Care?&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-62-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-62-4'><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3579069802?ie=UTF8&amp;tag=derdauer-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3579069802" target="_blank">Michael Winterhoff: &#8220;Warum unsere Kinder Tyrannen werden&#8221; oder: &#8220;Die Abschaffung der Kindheit&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-62-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-62-5'><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3837006190?ie=UTF8&amp;tag=derdauer-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3837006190" target="_blank">Peter Mersch: &#8220;Familie als Beruf&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-62-5'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-62-6'><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3833454814?ie=UTF8&amp;tag=derdauer-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3833454814" target="_blank">Peter Mersch: &#8220;Die Familienmanagerin&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-62-6'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dauernoergler.de/2009/10/25/kitas-und-tagesmuetter-kinderabschieben-als-trend/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

